Metaphysik ~ Teil 1 ~ Der Äther

„Was auch immer wir für Probleme haben bezüglich der Beschaffenheit des Äthers, gibt es wohl keine Zweifel, daß die inerplanetaren und interstellaren Räume nicht leer sind, sondern eingenommen von einer materiellen Substanz bzw. einem Körper, der mit Sicherheit der größte uniforme Körper ist, den wir kennen.“ James Clerk Maxwell, Encyclopedia Britannica (1878) *1

Der Äther (altgriech. αἰθήρ, zu dt. [blauer] Himmel) hat durch die Geschichte hindurch viele Namen gehabt wie Gegenraum, Hyperraum oder Quantenfeld. Sowohl in der jahrtausende alten vedischen Literatur (dort genannt Akasha) als auch in Aristoteles Vier-Elementen Lehre (dort genannt Quintessenz) wurde der Äther als das zentrale, das fünfte Element bezeichnet. Da er bis heute in der Wissenschaft nicht vereinheitlicht wurde, wird er (bzw. sein Wirken) weiterhin unter verschiedenen Bezeichnungen wie Dunkle Energie, Nullpunkt-Feld bzw. Nullpunkt-Energie (Zero Point Energy) oder Vakuumfeldenergie/Raumenergie. Der Äther umgiebt uns überall, durchdringt den ganzen Raum und alle Materie – auch uns Menschen. Wie ein dreidimensionales Energie-Feld-Netz reicht er bis hinein in den letzten Winkel des Universums. Ein elastisches Medium, in dem sich Wellen und Energie sogar mit Über-Lichtgeschwindigkeit ausbreiten können. Mehr als das wurde vermutet, daß er sogar die Ur-Matrix unseres Universums ist. Das feinstoffliche Feld, dem alle grobstoffliche Materie entspringt – die Quelle jener Elementarteilchen deren Zusammensetzung unsere Realität formt. Von der Existenz des Äthers war man schon vor langen Zeiten überzeugt. Er wurde in vielen altertümlichen Schriften erwähnt. Die alten Griechen (Platon, Aristoteles, Syrianus) sprachen über ihn und auch René Descartes. Wilhelm Reich nannte seine Kraft Orgon. Auch Keshe gibt den Äther und elektrostatische Felder als Energiequelle der Magrav Reaktoren an, nennt es jedoch Plasma (im erweiterten Sinne der Keshe Physik). Eine unsichtbare, energetisch pulsierende, geistige Dimension, die über unsere Raum-Zeit hinaus existiert. Jenseits von elektromagnetischer Energie – jedoch untrennbar mit ihr verknüpft. Der Äther hält nicht nur Kosmos zusammen sondern soll auch als ewige Chronik dienen und enthält – für uns jederzeit anrufbar – das Wissen aller Zeiten in sich gespeichert. Viele Forscher waren in der Vergangenheit fasziniert von seinem Wirken. Ein immerwährendes zusammenhängendes Feld, daß alles miteinander verbindet – das alles zu Einem macht. Eine nicht-physische Kraft, der alle physischen Phänomene zugrunde liegen. So beschreibt Rudolf Steiner den „Ätherleib, den man besser den Bildekräfteleib“ nennt, als einen übersinnlichen Leib, der aber durchaus aus feiner ätherischer Substantialität besteht und der durchdringt den physischen Leib des Menschen*2. James Clerk Maxwell beschreibt den Äther in dem von ihm geschriebenen Artikel der Encyclopedia Britannica (1878) als eine „…materielle Substanz von subtilerer Art als sichtbare Körper, die wohl überall in dem Raum besteht, der augenscheinlich leer ist.“*3

Mit dem Aufkommen der Elektrotechnik im 18. Jahrhundert wurde die Frage nach dem Äther für viele Forscher relevant, da er die Erklärung für viele Phänomene war, für die man sonst keine Erklärung hatte – insbesondere was die Ausbreitung von Licht,- und elektromagnetischen Wellen betrifft. Alle prägenden Forscher der Elektrotechnik des 19. Jahrhunderts wie Michael Faraday, Charles P. Steinmetz, Oliver Heaviside, James Clerk Maxwell oder eben Nikola Tesla haben vom Äther gesprochen und ihre bahnbrechenden (und oftmals unterdrückten) Erfindungen und Berechnungen auf Grund der Annahme des vorhandenseins vom Äther konstruiert. Tesla gab in vielen Patenten zur Energiegewinnung und für drahtlose Energieübertragung als Quelle bzw. Medium den Äther an.

Nikola Tesla vor seiner auf dem Prinzip der Resonanz arbeitenden Tesla Spule, mit der er aufgrund der Eigenschaften des Äthers mehrere Millionen Volt erzeugen konnte.

Das bekannte Michelson-Morley Experiment konnte schon 1887 mit seinen wenigen technischen Möglichkeiten ein geringfügige positives Ergebnis feststellen, daß jedoch unter den Wissenschaftlern bis heute fehlinterpretiert bzw. schamlos verfälscht wird. Das Konzept des alles durchdringenden Äthers wurde mit der Entdeckung des Elektrons 1897 und dem Aufkommen der Partikel-Theorien (Atomismus) Anfang des 20. Jahrhunderts schließlich zu Gunsten von „relativen Theorien“ und sich „krümmenden Räumen“(!!!) aufgegeben. Einstein selbst bezeichnete den Äther in seiner Publikation über die Spezielle Relativitätstheorie als „überflüssig“ und so wurde der Äther durch die Einsteinsche „Raum/Zeit“ – ein abstraktes mathematisches Konzept – ersetzt. Nur natürlich, daß sich Einstein dagegen wehrte, wo doch seine Relativitätstheorie durch die mathematische Verbildlichung der „originalen“ Maxwell Gleichungen einer direkten Bedrohung ausgesetzt war. Nach Meinung des serbischen Elektroingeneurs Goran Marjanovic wurden die ursprünglich 40 Gleichungen von Maxwell (zur Beschreibung von Elektromagnetismus einschließlich Äther) hauptsächlich mit einer Intention auf vier Gleichungen runtergekürzt, nämlich um den skalaren Teil und das Wirken des Äthers aus der Wissenschaft zu eleminieren.*9 Der Äther als eigentlicher Träger elektromagnetischer Lichtwellen steht somit im Gegensatz zur vorherschenden Theorie der ausschließlich materiell beobachtenden Atomisten (Einstein und Bohr) und ihrem Weltbild. Virtuelle Licht-Photonen, die mit einer sogenannten „Wellen-Partikel Dualität“ durch den Raum fliegen oder „Ströme“ von Elektronen, die physisch im Kupferkabel vom Minus zum Pluspol wandern sind nichts als Theorien, um die leeren Stellen in den Gleichungen der Wissenschaftler auszufüllen und werden in Zukunft wieder dahin verbannt, wo sie hingehören: Ins Reich der Fabelwesen.

Dayton Miller wiederholte das Michelsen-Morley Experiment dann in den 1920er Jahren mittls eines Interferometer-Teleskops*4 , und stellte den sogenannten Äther Drift (Verschiebung eines Lichtstrahls des Einflußes des Äthers) zweifelsfrei fest. Damit dürfte er Einstein und seinen Anhängern schlaflose Nächte bereitet und letztendlich dafür gesorgt haben, daß er den Nobelpreis für seine Relativitätstheorie nicht bekam. Einstein, der gegen Ende seiner Karriere sogar seine eigenen Theorien bezweifelte*5 , hoffte in Bezug auf das Experiment in einem Brief, daß die Miller Experimente auf einem grundlegenden Fehler basieren müssten, „… andernfalls stürzt die ganze Relativitätstheorie wie ein Kartenhaus ein.“*6 Die Spezielle Relativitätstheorie jedoch kann den Äther gar nicht wiederlegen, denn sie basiert auf den originalen Maxwell-Gleichungen, die wiederum auf der Existenz des Äthers beruhen.

1986 wurden Experimente dann sogar vom US Millitär wiederholt. Das Feld wurde dabei wieder nachgewiesen. Doch außer einem kleinen Artikel im angesehenen Nature Magazin (Vol 322, August 1986)*7 wurde ein Mantel des Schweigens über die Ergebnisse gehüllt.

Fakt ist, der Äther existiert und wurde zu verschiedenen Zeiten in verschiedenen Ländern ausreichend belegt*4. Er ist für uns nicht wahrnehmbar, weil wir ähnlich einem Fisch im Wasser, nicht über das Medium nachdenken in dem wir uns bewegen – und das Licht, den Elektromagnetismus und auch das Pulsieren er Atome – also unsere ganze Existenz – erst möglich macht. In der Tat sind wir Menschen am Anfang des 21. Jahrhunderts wie Fische, die die Welt außerhalb des Aquariums nicht wahrnehmen können. Die Spektren unserer Wahrnehmung in Farbe wie in Klang sind zu sehr begrenzt, so daß wir das Ätherfeld schon allein deshalb nicht ohne weiteres wahrnehmen können. Wir sehen ja nicht einmal herkömmliche Magnetfelder oder unsere eigene Aura. Wahrscheinlich werden wir unsere Sinne im Laufe der Evolution weiter schärfen, aber im Moment sind wir sogar auf technische Hilfsmittel angewiesen um starke Magnetfelder sichtbar zu machen.

Im Jahr 2012 wurde den Medien zufolge das Higgs-Boson Teilchen (aus denen sich das Higgs-Feld zusammensetzt) mittels des weltweit größten Teilchenbeschleunigers in Cern /Schweiz nachgewiesen werden. Fest steht, daß das Higgs-Feld schon mal eine markante Eigenschaft des altehrwürdigen Äthers aufweist: es verleiht den subatomaren Teilchen ihre Massen. Ja du hast richtig gelesen. Die Masse (Gewicht) von subatomaren Teilchen liegt nicht in ihnen selbst, sondern wird von dem ihnen umgebenen „Raum“ definiert, so wie das Gewicht eines Gegenstandes im Wasser durch Eigenschaften des Wassers bestimmt wird. Das bedeutet demnach, daß auch wir, die aus jenen Teilchen bestehen, durch den Raum – besser noch durch das Feld, daß den Raum ausfüllt, definiert werden. Anstatt also die kleinsten Teilchen bei einer Kollision zu beobachten und immer weiter zu spalten, in der Hoffnung damit die kleinsten Teilchen unserer Materie ausmachen zu können, sollte die Wissenschaft vieleicht mehr den Raum, der weit über 99% des Universums ausmacht, unter die Lupe nehmen.

Abgesehen davon ist es reiner Wahnsinn für über 13 Milliarden Euro einen Teilchenbeschleuniger zu bauen, nur um immer noch kleine Teile zu suchen, weil man meint daraus die Beschaffenheit des Universums ableiten zu können. Vieleicht hätte man vorher drüber nachdenken solen. So etwas wie ein „Gottesteilchen“ – wie das Higgs-Boson auch genannt wird – gibt es nämlich nicht. Was wir sehen ist bestenfalls ein weiterer Schritt hinein in die Struktur des Universums. Doch es werden viele weitere Folgen. Auch ist fraglich, ob es sich bei dem was da im Jahre 2012 gemessen wurde wirklich um ein „Teilchen“ im Sinne von „kleinen runden Kügelchen“ handelt, die ja so gerne postuliert werden. Denn was als ’neuentdecktes Teilchen‘ postuliert wurde, ist nichts weiter als eine kleine Unregelmäßigkeit in den Messungen nach Kollisionen der Protonen. Eine interagierende dielektrische Ladung, die im Äther Transientenstörungen erzeugen –  also nur eine gemessene Fluktuation im Vakuum. So viel Aufwand lediglich für einen kleinen Ausschlag auf dem Messinstrument scheint absurd.

Die Frage nach der Sinnhaftigkeit eines solch überdimensionierten Unternehmens steht im Raum, denn Materie ist wahrscheinlich teilbar bis ins unendliche. Wir müssen auf kurz oder lang zu der Einsicht kommen, das bestimmte Aspekte des Universums noch für lange Zeit für uns unmessbar, weil immateriell sind. Auch der Äther ist als solcher nicht messbar, aber es können (wie oben erwähnt) aufgrund von Experimenten Phänomene beobachtet werden aus denen man – unter Zuhilfenahme von Logik und Rationalität – Rückschlüsse über seine Existenz  gezogen werden. Jedoch der Physiker, der um sein Ansehen bangt, vermeidet den Begriff Äther weiterhin wie der Teufel das Weihwasser. Zu nah steht der Begriff in Verbindung mit den fantastischen Erfindungen von Nikola Tesla und den unendlichen Potenzialen der sogenannten Null-Punkt-Energie.
Stattdessen redet der herkömmliche Physiker von „Quantenflüssigkeit“, die dann vorsichtshalber nicht weiter definiert wird*8, weil sie anderen Regeln folgt. Wobei das Wort „Quanten“ hat heutzutage wenig bedeutung, da es immer vor Phänomene gestellt wird, die man in der Physik nicht erklären kann (Q-Felder, Q-Fluktuationen, Q-Fluide, Q-Mechanik ect.). Nicht zuletzt deshalb, weil sie teilweise eben nicht physisch sind und demnach von der Physik gar nicht behandelt werden dürften. In Zukunft müssen sie das aber, denn Physik und Metaphysik sind ein und die selbe Sache und es ist wenig zielführend den Hauptteil Metaphysik, dem alle physischen Erscheinungen untergeordnet sind, von der Betrachtung auszuschließen. Es gibt nämlich nicht nur Phänomene sondern auch Numina – das Wirken hinter der uns sichtbaren Leinwand. Etwas das losgelöst ist von allen Assoziationen, die von Wörtern der „natürlichen“ Sprache ausgehen. Und genau darum geht es hier.

In unserer materiell geprägten Welt, in der sogar der Mensch selbst als seelenlose Bio-Maschine definiert wird, darf jedoch in der Wissenschaft nur das beobachtet werden, was sich den vorgegebenen Dogmen unterwirft, denn: „Es kann nicht möglich sein, was nicht möglich sein darf“. Auch hier haben wieder Jahrzehnte lang kommerzielle Interessen dahinter gestanden, daß ein Phänomen wie der Äther nicht weiter erforscht, genutzt und seine Eigenschaften sogar verheimlicht werden. Und so bezieht der domestizierte Mensch des 21. Jahrhunderts nach weit über 100 Jahren kommerzieller Elektrizität im Jahre 2018 immer noch Strom mittels eines veralteten, zentralisierten Systems, indem eine weit entfernte Fabrik für ihn teuer und ineffizient Strom aufbereitet, Rohstoffmangen vortäuscht und abkassiert indem er die Preise kontinuierlich steigert. Doch das unterdrückte Wissen wird mit dem Generationswechsel wieder Eingang in die Schulbücher und dem Bewustsein der Menschen finden, wenn wir da wieder anschließen, wo die wahre Entwicklung der Energiegewinnung und Verteilung vor über 100 Jahren unterbrochen, manipuliert und verfälscht wurde.

Nehmt aus der Welt die Elektrizität, und das Licht verschwindet. Nehmt aus  der Welt den lichttragenden Äther, und die elektrischen und magnetischen Kräfte können nicht mehr den Raum überschreiten.“ Heinrich Hertz – Entdecker elektromagnetischer Wellen, 1888

 

*1 https://en.wikisource.org/wiki/Encyclop%C3%A6dia_Britannica,_Ninth_Edition/Ether

*2 „Von dem ätherischen Raum“ George Adams (1981) S.43

*3 „Der Weltäther“ Oliver Lodge (1911) S.21

*4 „Dayton Millers Äther-Drift Experimente: Ein neuer Blick“ von James DeMeo, Ph.D.

(http://mugglebibliothek.de/EU/index_htm_files/Miller-uebersetzung.pdf)

*5 „Einstein und der Äther“ by Ludwig Kostrow (2008)

*6 Einstein in einem Brief an den Physiker Robert Millikan (Clark 1971, S.328)

*7 Nature Artikel download: http://plasma-welt.de/wp-content/uploads/Ether-Science-Mag-1986.pdf

*8 https://de.wikipedia.org/wiki/Quantenfl%C3%BCssigkeit

*9 https://www.youtube.com/watch?v=D6lwyn7bWjM&t=3s

 

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